>> Cloud Computing – Marketinghype oder IT-Zukunft?
Viele Unternehmen denken sicherlich: Cloud Computing, das ist doch nur wieder ein neuer Marketinghype. Vor allem die Virtualisierungsanbieter haben ihn sich auf ihre Fahnen geschrieben und ihn zum Megatrend ausgerufen. Dabei steht Cloud Computing für eine flexible, hoch optimierte und gleichzeitig automatisierte IT-Infrastruktur, in der alle Ressourcen in einem Pool zur Verfügung stehen.
Im Zentrum der neuen Cloud Computing Modelle steht die Verfügbarkeit von Services auf Knopfdruck, wann immer und wo immer sie benötigt werden. Dabei gibt es sich zwei ergänzende Wege: entweder ein Unternehmen baut eine eigene Cloud Infrastruktur auf, oder es kauft Cloud Services von Providern, die die Infrastruktur zur Verfügung stellen.
Dynamische IT-Infrastruktur
Cloud Computing bezeichnet tatsächlich den Trend hin zur dynamischen IT-Infrastruktur und wird das zukünftige Computing Modell.
Was ist also Cloud Computing?
Einfach gesagt: Cloud Computing ist eine dynamisch allokierbare Infrastruktur, in der Kapazitäten und Services nach Bedarf bezogen werden können. Die Grundlage dieser Infrastruktur ist die Virtualisierung sowohl der Hardware, des Speichers als auch des Netzwerkes sowie auch der Software.
Kampf um die Anwendungsplattform
Während bisher hauptsächlich die physikalischen Ressourcen virtualisiert wurden, ist es unabdingbar für die Cloud, auch die Software zu virtualisieren. Nur dadurch ist es möglich, sie auf jedem Gerät und parametrisiert mit den Einstellungen eines Anwenders ausführbar zu machen. Deshalb ist es wichtig, innerhalb einer Cloud entsprechende Entwicklungsumgebungen zur Verfügung zu haben. Microsoft setzt bei Azure natürlich auf das bestehende .Net-Framework. Im Gegenzug hat VMware vor kurzem mit Springsource eine strategisch wichtige Erweiterung seines Virtualisierungs-Portfolios gekauft: den Zugang zum Management von Anwendungen.
Virtualisierung ist die Basis für Cloud Computing
Virtualisierung ist die grundlegende Technologie aller Clouds. Derzeit wird vor allem die Virtualisierung der physischen Plattform genutzt, um einen frei verfügbaren Pool aus Servern, Storage und Netzwerkkapazitäten zu schaffen. Diese lassen sich je nach Bedarf für einen Dienst mit vorgegebenen SLAs (Service Level Agreements) allokieren. Zum Einsatz kommen sowohl die Virtualisierung von Servern als auch das Clustering.
Konsolidierung
Die letzten Jahre wurden vor allem x86-Serien mittels Virtualisierung konsolidiert. Doch gleichzeitig hat sich auch in allen anderen Bereichen der IT-Infrastruktur die Virtualisierung weiterentwickelt: Anwendungs- und Dateivirtualisierung sowie Speichervirtualisierung, aber auch Netzwerk- und I/O-Virtualisierung sowie virtuelle Desktops.
Cloud-Betriebssysteme
Anbieter wie Vmware, Citrix und Red Hat haben ihre Hypervisoren in der Zwischenzeit mit vielen zusätzlichen Funktionen und Management-Tools erweitert, um sie zu Cloud Betriebssystemen auszubauen. Die vollständigste Vision eines Cloud Betriebssystems hat derzeit wohl Vmware mit seinem vSphere Portfolio. Neben Lastverteilung, Automatisierung, Sicherheit und Billing enthält vSphere 4 beispielsweise auch eine zentral managebare verteilte virtuelle Switching-Architektur.
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